Was kostet ein Girokonto?
Ein Girokonto kostet im besten Fall gar nichts – wenn es ordnungsgemäß geführt und nicht überzogen wird. Das ist allerdings eher die Ausnahme, auch wenn vielfach mit dem Begriff „kostenloses Girokonto“ geworben wird. Diese Aussage bezieht sich in erster Linie auf die reinen Kontoführungsgebühren und ist oft an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. So entfallen die Gebühren für die Kontoführung bei einigen Banken nur, wenn das Konto als Gehaltskonto genutzt oder ein Mindestumsatz von durchschnittlich 1.000 bis 1.250 Euro erzielt wird. Ist der Geldeingang niedriger, greift die Gebührenordnung der Bank. Die Kosten pro Monat belaufen sich dann auf rund vier bis sieben Euro. Die Unterschiede sind in diesem Bereich enorm. Schüler, Auszubildende und Studierende sind von dieser Regel ausgenommen. Sie erhalten tatsächlich ein kostenloses Girokonto und müssen erst Gebühren zahlen, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben.
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Weitere Kosten können für die EC-/Maestro-Karte entstehen. Im ersten Jahr ist sie bei nahezu allen Banken kostenlos. Ab dem zweiten Jahr ist es bei wenigen Banken üblich, eine Gebühr zu erheben. Das trifft auch auf Kreditkarten zu, wenn sie mit dem Konto beantragt wurden. Auch hier gilt häufig: Die ersten zwölf Monate sind kostenfrei. Danach werden rund 20 bis 30 Euro Jahresgebühr für das Kreditkartenkonto berechnet. Hinzu kommen bei einigen Girokonten so genannte nutzungsabhängige Entgelte, beispielsweise für Überweisungen, Daueraufträge, die Nutzung von Geldautomaten, den Versand der Kontoauszüge. Sparen lassen sich diese Gebühren bei Direktbanken meistens dann, wenn das Konto ausschließlich online geführt wird. Vermeiden lassen sich Kosten, die durch Rücklastschriften und für die Überziehung des Girokontos berechnet werden. Dazu muss man seine Finanzen im Blick haben und rechtzeitig für ausreichend Guthaben sorgen bzw. die Ausgaben notfalls ein wenig bremsen.
Die unterschiedlichen Kostenstrukturen der einzelnen Banken und für verschiedene Kontotypen sollten bei der Suche nach einem geeigneten Girokonto immer mit berücksichtigt werden. Das eigene Nutzungsverhalten ist dabei der beste Ratgeber und kann anhand von Kontoauszügen und Abrechnungen nachvollzogen werden. Mit Hilfe dieser Informationen ist es wesentlich leichter, über einen Girokontovergleich das günstigste Angebot mit dem nötigen Funktionsumfang – etwa, wenn eine Kreditkarte benötigt wird – zu ermitteln.
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