Statistiken, Entwicklungen, Abwehr
Immer mehr Haushalte nutzen das Internet, für Einkäufe, Unterhaltung und auch Bankgeschäfte. Die zunehmende Vernetzung hat allerdings auch ihre Schattenseiten. Sie lockt immer mehr Kriminelle an. Ihnen wird es teilweise relativ leicht gemacht, an Daten zu gelangen oder Rechner zu manipulieren. Das spiegelt sich auch in den Statistiken für Internetkriminalität wider. 2007 wurden in der Bundesrepublik Deutschland über 179.000 Verbrechen im Zusammenhang mit dem Internet registriert. Damit stieg die Zahl der Vorfälle innerhalb eines Jahres um acht Prozent. Die Betrugsfälle gliedern sich in Warenbetrug (40,1 %), sonstige Straftaten (20,7 %), Urheberrechtsverletzungen (11,9 %), sonstiger Warenkreditbetrug (11,6 %), pornographische Erzeugnisse (5,6 %), Computerbetrug (4,8 %), Leistungskreditbetrug (2,8 %) und Leistungsbetrug (2,5 %) (Quelle: Polizeistatistik 2007).
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Dass das Gefährdungspotenzial zunimmt, hat mehrere Gründe. Das Internet ist kein Dorf, sondern nahezu anonym und passt sich neuen Entwicklung sehr flexibel an. Grenzen gibt es nicht. Zwischen Tätern und Opfern liegen oft ganze Kontinente. Das macht die Verfolgung schwer und kompliziert. Die Programme, die nötig sind, um Daten zu stehlen, sind – dank der unendlichen Möglichkeiten des Netzes – problemlos zu finden und können ohne Fachkenntnis genutzt werden. Zudem ist dieses Vorgehen preiswert. Außer einem PC benötigen die Täter nur noch einen Internetanschluss.
So schnell, wie sich das Internet entwickelt, agieren auch die kriminellen Nutzer. Waren es anfangs einfach gestrickte Viren – ohne damit ihre verheerende Wirkung verniedlichen zu wollen –, wird das Vorgehen immer raffinierter: Phishing, Sniffing (fängt den Datenverkehr von Netzwerken ab), Pharming (Manipulation von DNS-Anfragen) oder Keylogger (zeichnen die Eingaben der Tastatur auf, um Passworte zu ermitteln) sind nur einige Beispiele dafür.
Um derlei Angriffe abwehren zu können, haben Verbraucher und Firmen nur eine Möglichkeit: Den bzw. die Rechner so sicher wie möglich zu machen. Dazu gehört eine aktuelle Virensoftware, die ständig auf den neuesten Stand gebracht wird, hohe Sicherheitseinstellungen der Browser und eine Firewall. Zudem sollte man sehr genau darauf achten, welche Daten man wo preisgibt, und die Zugangsdaten für das Onlinebanking nicht für jedermann zugänglich im Zimmer liegen lassen oder auf dem Computer speichern .
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Stand: 26.05.2013
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