Erkennbarer Trend zur Direktbank
Direktbanken erleben seit einigen Jahren einen enormen Zulauf. Die Großen der Branche zählen teilweise weit über sechs Millionen Kunden. Das hat vor allem drei Gründe:
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Das Internet:
Der Umgang mit dem Medium Internet erfolgt fast schon wie selbstverständlich. Wurden anfangs vornehmlich E-Mails verschickt oder Informationen gesucht, nutzen Verbraucher inzwischen die gesamte Bandbreite an Möglichkeiten und haben die Scheu verloren, auch Bankgeschäfte online abzuwickeln. Das gilt insbesondere für die Generation, die mit dem Internet und generell dem Computer groß geworden ist. Doch selbst ältere Menschen erkennen die Bedeutung des World Wide Web als Plattform, die weit mehr zu bieten hat als bunte Bilder. Mit hohen Sicherheitsstandards, gezielter Information und ansprechenden Seiten haben Direktbanken früh auf diese Entwicklung reagiert.
Das Preisbewusstsein:
Verbraucher sind preisbewusster geworden. Das bezieht sich nicht ausschließlich auf den Einkauf im Supermarkt, sondern erstreckt sich auch auf Dienstleistungen. Preis und Leistung müssen gleichermaßen stimmen, damit Kunden überzeugt werden. Im Bankensektor zeigt sich diese Entwicklung hauptsächlich an kostenlosen Girokonten, mit denen Kunden zumindest die Kontoführungsgebühren sparen, was teilweise 100 Euro im Monat ausmachen kann. An Service oder Beratungsqualität wird dabei nicht gespart - das hat sich herumgesprochen und kommt vor gerade den Direktbanken zugute.
Die Produktauswahl:
Direktbanken bieten teilweise Produkte, die am Schalter der Hausbank nicht angeboten werden. Dazu gehört auch das Tagesgeld, das dem Sparbuch durch die einfache Handhabung und die höheren Zinsen den Rang abgelaufen hat.
Der erste Schritt weg vom reinen Filialgeschäft erfolgte bereits 1965. Damals noch eher belächelt, bot die Bank für Sparanlagen und Vermögensbildung (später Allgemeine Deutsche Direktbank DiBa) Brief- und Faxbanking als Alternativen. Weitere Banken folgten dem Beispiel, das Ende der 80er Jahre um das Telefonbanking ergänzt wurde. Vorreiter waren die Vereinigten Staaten. Dort erwiesen sich Bankgeschäfte per Telefon als Erfolg. In der Bundesrepublik hat die TARGOBANK dieses Angebot publik gemacht. Auch die Quelle- und die Volkswagen Bank sprangen auf den Zug auf. Mit dem Onlinebanking begann dann der eigentliche Siegeszug der Direktbanken. Ab Anfang der 90er Jahre starteten Onlinebroker und Direktbanken. Viele große Konzerne gründeten Onlinetöchter, so die Commerzbank, die Deutsche Bank oder die Frankfurter Sparkasse mit der 1822direkt. Der Markt kam sehr schnell in Bewegung, hat sich inzwischen aber mit einer Vielzahl etablierter Unternehmen beruhigt.
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Stand: 19.06.2013
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