Welche Zugangsverfahren gibt es und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Direktbanken bieten verschiedene Möglichkeiten an, auf das Konto zuzugreifen und Transaktionen auszuführen. Unterschieden werden muss dabei zwischen den Methoden, die für das Onlinebanking üblich sind, und denen, die für die übrigen Zugangsverfahren wie beispielsweise dem Telefonbanking angewandt werden. Die folgende Übersicht zeigt, welche Verfahren es gibt und wodurch sie sich auszeichnen:

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Telefonbanking:
Das Telefonbanking hat als eine der ersten Optionen, Aufträge nicht ausschließlich in der Filiale mit einem Formular erteilen zu können, den Weg für das heute bekannte Onlinebanking geebnet. Die Zugangsverfahren der Banken sind in diesem Bereich sehr unterschiedlich gestaltet. Zur Legitimation werden die Kontonummer oder die Kundennummer abgefragt. Sie können über die Tastatur des Telefons oder gesprochen übermittelt werden. Des Weiteren wird nach einer persönlichen Identifikationsnummer oder einem Passwort gefragt. Teilweise übernehmen diese Aufgabe reine Telefoncomputer, über deren Menü alles gesteuert werden kann. Andere Banken arbeiten mit Call-Centern. Hier bitten die Mitarbeiter um die Kontonummer und das Passwort, damit sie Anfragen entgegennehmen können. Der Vorteil dieses Verfahren liegt darin, dass man sein Anliegen in den meisten Fällen persönlich vortragen kann, selbst dann, wenn ein Computer vorgeschaltet ist. Das ist hin und wieder mit längeren Wartezeiten verbunden. Dafür besteht meist die Möglichkeit, auch am Wochenende seine Bankgeschäfte zu erledigen.

Brief:
Der Brief ist eines der klassischen Zugangsverfahren. Hierzu stehen die ganz normalen Formulare, wie sie auch eine Hausbank mit Filiale verwendet, zur Verfügung. Sie müssen von Hand ausgefüllt und unterschrieben werden. Stellt die Bank Freiumschläge zur Verfügung, kostet diese Methode zwar etwas Zeit, dafür kein Geld. In der Regel muss aber der Kunde das Porto übernehmen. Zudem verzögert sich die Bearbeitung durch den Postweg.

Fax:
Viele Aufträge lassen sich inzwischen auch per Fax erteilen. Wie beim Brief sind hierzu Formulare nötig, die auf den Internetseiten der Banken zu finden sind oder auf Wunsch zugeschickt werden.

Onlinebanking:
Onlinebanking ist inzwischen der gängige Weg. Für den Zugang müssen die Kunden- bzw. Kontonummer und die PIN eingegeben werden. Um Aufträge zu bestätigen, fragt die Bank nach einer Transaktionsnummer, der TAN. Dieses Verfahren gilt als sehr sicher und wurde immer weiter verbessert. Mittlerweile gibt es verschiedene TAN-Verfahren.

• TAN: Hierbei erhält der Kunde einen Block mit 100 Transaktionsnummern. Mit jeder dieser Nummern lässt sich ein Auftrag autorisieren. Welche der TAN genommen wird, bleibt hier dem Kunden überlassen. Danach verliert die Nummer ihre Gültigkeit. Falls jemand eine bereits verwendete TAN findet, kann er also nichts damit anfangen. Der TAN-Block sollte auf jeden Fall gut geschützt aufbewahrt werden, um Missbrauch zu verhindern.

• iTAN: Mit dem iTAN-Verfahren haben die Banken für noch mehr Sicherheit gesorgt. Die TAN sind durchnummeriert. Bei Überweisungen und anderen Aufträgen wird dann nach dem Zufallsprinzip vorgeschrieben, welche TAN verwendet werden muss. Nur mit der richtigen Transaktionsnummer wird der Vorgang freigeschaltet.

• mTAN: Ganz ohne Block oder Zettel kommt das mTAN-Verfahren aus. Die Transaktionsnummern werden per SMS auf das Handy geschickt. Sie werden ungültig, wenn sie nicht innerhalb eines gewissen Zeitfensters genutzt werden. Das Problem hierbei ist schlichtweg die Technik. Teilweise kommen Kurznachrichten mit erheblicher Verzögerung an und ist die TAN dann bereits verfallen.

• TAN-Generator: Einige Banken stellen ihren Kunden einen TAN-Generator zur Verfügung. In dieses Gerät muss die Kundenkarte eingeführt werden. Die TAN wird dann anhand der Daten auf der Karte und eines Codes ermittelt, der online vorgegeben wird. Der Kunde gibt die Zahlenfolge über die Tastatur des Generators ein, der ein wenig an einen Taschenrechner erinnert, und erhält dann die TAN angezeigt.

• HBCI: Die sicherte Methode ist das so genannte HBCI-Verfahren. HBCI steht für Homebanking Computer Interface. Dazu benötigt der Kunde ein Gerät, das an den Computer angeschlossen wird und über eine eigene Tastatur verfügt. Es kostet rund 50 Euro, ist also nicht die günstigste Variante. Das HBCI-Interface stellt eine direkte Verbindung zum Rechner der Bank her. Über die HBCI-Karte und die PIN werden sämtliche Aufträge mit einem Signierschlüssel versehen und verschlüsselt an die Bank übertragen. Die Daten werden bei der Bank kontrolliert. Dazu entschlüsselt sie die Informationen und vergleicht die elektronische Signatur. Erst dann führt sie die Aufträge aus .

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