Girokonto

Was ist ein Girokonto?

Der Begriff Girokonto gehört zum täglichen Sprachgebrauch. Doch was ist überhaupt ein Girokonto? In erster Linie ist ein Girokonto ein Konto und damit vom Prinzip her nichts anderes als eine einfache Tabelle mit zwei Spalten, in denen Soll und Haben aufgelistet und berechnet werden. Bei einem Bankkonto kommen noch Spalten für das Datum, die laufende Nummer und einen erläuternden Text hinzu. Diese Definition spiegelt sich auch in der Übersetzung des Wortes „Konto“ als Berechnung (vom Lateinischen computus) oder Rechnung (vom Italienischen conto) wider. Damit Konten eindeutig zugeordnet werden können, erhalten sie eine Nummer, die so genannte Kontonummer, die bei jeder Buchung angegeben werden muss.Das Girokonto ist eine Weiterentwicklung des einfachen Bankkontos. Seine Aufgabe ergibt sich ebenfalls aus der Wortdefinition. Giro steht im Italienischen für den Kreislauf und girare für „etwas kreisen lassen“. Bezeichnet wird damit der Kreislauf des Geldes. Im Falle des Girokontos handelt es sich um den bargeldlosen Zahlungsverkehr, der heute Gang und Gäbe ist. Den ersten Schritt in diese Richtung hat die Schweiz unternommen. Die Post führte den so genannten Postscheckdienst ein, den Vorreiter moderner Girokonten. Bis sich die Idee durchsetze, hat es viele Jahre gedauert. Noch bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts war es üblich, dass Arbeiter und Angestellte sich ihr Gehalt samt Abrechnung in einem Umschlag abholen mussten, der berühmten Lohntüte. Rechnungen wurden in bar oder per Scheck gezahlt und auch der Vermieter bekam sein Geld „auf die Hand“.

Mittlerweile hat der bargeldlose Zahlungsverkehr über das Girokonto das Regiment übernommen. Löhne und Gehälter werden überwiesen, die Miete vom Konto abgebucht und Rechnungen per Formular, online oder am Automaten überwiesen. Daran zeigt sich die Bedeutung, die das Girokonto im Laufe der Jahre gewonnen hat. Es geht schlichtweg nicht ohne eigenes Konto. Deshalb bieten Banken schon ihren jungen Kunden ein Konto an, zwar mit eingeschränktem Funktionsumfang und ohne Dispositionskredit, dafür eignet es sich hervorragend den Umgang mit dem modernen Zahlungsverkehr zu lernen.

Wozu dient ein Girokonto?

Das Girokonto ist die Schaltzentrale für den bargeldlosen Zahlungsverkehr und damit die Basis für nahezu allen finanziellen Transaktionen. Ohne Girokonto könnte der Lohn nicht gebucht werden, gäbe es kein Lastschriftverfahren und wäre es beinahe unmöglich, am wirtschaftlichen Leben teilzuhaben – kurzum: Das Girokonto ist inzwischen unverzichtbar geworden.

Spätestens, wer sein erstes eigenes Geld verdient, benötigt ein Konto. Denn den Lohn gibt es nicht mehr in der Tüte. Er wird auf ein Konto überwiesen. Gleiches gilt für Rentenzahlungen, Beihilfen und Zuschüsse vom Staat. Das Girokonto ermöglicht auf der einen Seite also, Geld zu empfangen. Der zweite Schwerpunkt liegt darauf, Zahlungen vornehmen zu können. Dazu gehören Überweisungen, etwa um Rechnungen zu bezahlen, Daueraufträge, über die beispielsweise die Miete beglichen wird, und Lastschriften, mit denen Unternehmen wie Versicherungen die laufenden Beiträge einfach vom Konto abbuchen. Viele Zahlungsvorgänge lassen sich über das Girokonto vollkommen automatisch regeln. Das erspart viele kleine Arbeitsschritte, setzt aber voraus, dass man regelmäßig kontrolliert, ob auch alles reibungslos funktioniert oder Fehlbuchungen vorliegen.

Ein Girokonto übernimmt noch weitere Aufgaben. Es dient als Verrechnungs- bzw. Referenzkonto für Tagesgeld und kann – sofern es verzinst wird, was eher selten der Fall ist – auch als Sparkonto genutzt werden. Darüber hinaus lassen sich Schecks einlösen, kann Bargeld am Schalter eingezahlt und der finanzielle Rahmen über den Dispositionskredit kurzfristig erweitert werden. Zudem bietet sich über die EC-/Maestro-Karte die Möglichkeit, in Geschäften und auf Reisen bargeldlos zu zahlen oder an Automaten im In- und Ausland über sein Guthaben zu verfügen.

Wie nutze ich ein Girokonto am besten?

Ein Girokonto lässt sich dank seines Funktionsumfangs sehr effizient nutzen. Für regelmäßig wiederkehrende Zahlungsverpflichtungen in gleicher Höhe, wie zum Beispiel die Miete, können Daueraufträge eingerichtet werden. Der entsprechende Betrag wird dann zu einem vorher festgelegten Termin automatisch überwiesen. Diese Daueraufträge können problemlos geändert oder gekündigt werden. Beim Onlinebanking reicht dafür eine Transaktionsnummer, Filialbanken halten hierzu eigens Formulare bereit.

Eine weitere Option, die Zeit spart, stellt das Lastschriftverfahren dar. Viele Dienstleistungen können nur noch auf diesem Weg bezahlt werden, etwa der Mobilfunkvertrag oder das Kabelfernsehen. Dazu ermächtigt man das Unternehmen, die fälligen Beträge vom Konto abzubuchen. Diese Erlaubnis kann jederzeit widerrufen werden, wenn der Vertrag gekündigt wird oder es zu Komplikationen kommt. Grundsätzlich sollte man sehr genau darauf achten, wem man erlaubt, auf diese Weise auf das Konto zuzugreifen. Oft wird die Bankverbindung allzu leichtfertig preisgegeben und läuft man damit Gefahr, dass plötzlich Buchungen auftauchen, von denen man gar nichts weiß. Daher ist es wichtig, in regelmäßigen Abständen die Kontoauszüge zu drucken oder online einzusehen und sie zu kontrollieren. Nur so hat man die Möglichkeit, rechtzeitig einzugreifen und die Bank zu informieren, sollte tatsächlich eine Fehlbuchung oder eine nicht genehmigte Abbuchung vorliegen. Zudem verliert man so nicht den Überblick.

Um es sich bei Überweisungen einfacher zu machen, können Vorlagen gespeichert werden. Das heißt, Empfänger und Kontonummer müssen nicht jedes Mal neu eingegeben werden. Lediglich der Verwendungszweck ändert sich. Das spart Zeit und lohnt sich insbesondere dann, wenn man öfter Rechnungen von einer Firma zu begleichen hat. Ansonsten kommt es vor allem darauf an, sich an die Sicherheitshinweise der Bank zu halten, um Probleme zu vermeiden Wie man das Konto letztlich nutzt, ob man Daueraufträge und Lastschriftermächtigungen erteilt oder doch lieber jede Überweisung von Hand tätigt, ist jedem selbst überlassen und richtet sich nach den eigenen Kenntnissen und sicherlich auch nach dem Vertrauen in die Technik.

Wie kündige ich ein Girokonto?

Die Kündigung eines Girokontos ist im Prinzip reine Formsache, will dennoch gut geplant sein. Bevor das Konto endgültig erlischt, müssen sämtliche laufenden Buchungsvorgänge, vom eingehenden Gehalt über Daueraufträge bis hin zu Lastschriften auf das neue Konto umgeleitet werden. Erst dann macht es Sinn, das Girokonto zu kündigen. Anderenfalls, sollten Lastschriften mangels Guthaben nicht abgebucht oder Daueraufträge nicht ausgeführt werden können, entstehen Kosten zulasten des Kontoinhabers. Für diese Übergangsfrist sollten rund zwei Monate eingeplant werden, bis sämtliche Stellen die Kontoänderung vermerkt und umgesetzt haben.

Um das Girokonto anschießend zu kündigen, reicht ein einfaches Schreiben an die Bank. Einige Unternehmen stellen hierfür eigens Formulare zur Verfügung. Auch wenn teilweise die Möglichkeit besteht, die Kündigung per E-Mail auszusprechen, ist es ratsam, sie auf dem Postweg zu verschicken oder zumindest als Fax. Gebühren dürfen für die Kündigung nicht in Rechnung gestellt werden. Ist noch Guthaben auf dem Konto vorhanden, bucht man es am besten vorher auf das neue Girokonto. Ansonsten sollte man die Bank mit Hinweis auf die neue Bankverbindung bitten, den Betrag im Rahmen der Löschung des Kontos zu überweisen. Da mit dem Antrag auf ein Konto häufig auch ein Freistellungsauftrag gestellt wird, muss auch dieser ebenfalls gekündigt und gelöscht werden. Gleiches gilt für eine Kreditkarte, sofern sie zum Konto gehört.

Was kostet ein Girokonto?

Ein Girokonto kostet im besten Fall gar nichts – wenn es ordnungsgemäß geführt und nicht überzogen wird. Das ist allerdings eher die Ausnahme, auch wenn vielfach mit dem Begriff „kostenloses Girokonto“ geworben wird. Diese Aussage bezieht sich in erster Linie auf die reinen Kontoführungsgebühren und ist oft an bestimmte Voraussetzungen gekoppelt. So entfallen die Gebühren für die Kontoführung bei einigen Banken nur, wenn das Konto als Gehaltskonto genutzt oder ein Mindestumsatz von durchschnittlich 1.000 bis 1.250 Euro erzielt wird. Ist der Geldeingang niedriger, greift die Gebührenordnung der Bank. Die Kosten pro Monat belaufen sich dann auf rund vier bis sieben Euro. Die Unterschiede sind in diesem Bereich enorm. Schüler, Auszubildende und Studierende sind von dieser Regel ausgenommen. Sie erhalten tatsächlich ein kostenloses Girokonto und müssen erst Gebühren zahlen, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben.

Weitere Kosten können für die EC-/Maestro-Karte entstehen. Im ersten Jahr ist sie bei nahezu allen Banken kostenlos. Ab dem zweiten Jahr ist es bei wenigen Banken üblich, eine Gebühr zu erheben. Das trifft auch auf Kreditkarten zu, wenn sie mit dem Konto beantragt wurden. Auch hier gilt häufig: Die ersten zwölf Monate sind kostenfrei. Danach werden rund 20 bis 30 Euro Jahresgebühr für das Kreditkartenkonto berechnet. Hinzu kommen bei einigen Girokonten so genannte nutzungsabhängige Entgelte, beispielsweise für Überweisungen, Daueraufträge, die Nutzung von Geldautomaten, den Versand der Kontoauszüge. Sparen lassen sich diese Gebühren bei Direktbanken meistens dann, wenn das Konto ausschließlich online geführt wird. Vermeiden lassen sich Kosten, die durch Rücklastschriften und für die Überziehung des Girokontos berechnet werden. Dazu muss man seine Finanzen im Blick haben und rechtzeitig für ausreichend Guthaben sorgen bzw. die Ausgaben notfalls ein wenig bremsen.

Die unterschiedlichen Kostenstrukturen der einzelnen Banken und für verschiedene Kontotypen sollten bei der Suche nach einem geeigneten Girokonto immer mit berücksichtigt werden. Das eigene Nutzungsverhalten ist dabei der beste Ratgeber und kann anhand von Kontoauszügen und Abrechnungen nachvollzogen werden. Mit Hilfe dieser Informationen ist es wesentlich leichter, über einen Girokontovergleich das günstigste Angebot mit dem nötigen Funktionsumfang – etwa, wenn eine Kreditkarte benötigt wird – zu ermitteln.

Wie sicher ist ein Girokonto?

Wie sicher ein Girokonto ist, hängt in erster Linie vom Nutzer ab. Der Kontoinhaber bzw. sein Verhalten und sein Umgang mit den Daten stellen das größte Risiko dar. Hält man sich an gewisse Spielregeln, ist das Konto sehr sicher und haben Kriminelle keine Chance, sich Zugang zu verschaffen und Geld abzuzweigen. Die Banken selbst sind aus eigenem Interesse nach Kräften bemüht, eine möglichst 100-prozentige Sicherheit zu gewährleisten. Dazu nutzen sie modernste Verschlüsselungstechnologien, Legitimationsverfahren und zum Teil abhörsichere Leitungen für das Telefonbanking.

Das Bestreben um die Sicherheit spiegelt sich bei vielen Unternehmen darin wider, dass sie ihre Systeme regelmäßig von unabhängiger Seite testen lassen. Bestes Beispiel hierfür ist das TÜV-Siegel für geprüfte Sicherheit. Der Technische Überwachungsverein nimmt die Technik  genau unter die Lupe und vergibt Schulnoten. Die entsprechenden Zertifikate zieren inzwischen die Internetseiten vieler Banken.

Sicherheitsbedenken sind bei einem Girokonto also vollkommen unangebracht. Damit alles reibungslos funktioniert und man nicht zwielichtigen Gestalten auf den Leim geht, hier ein paar der wichtigsten Verhaltensregeln, mit denen man sein Konto schützen kann:Die persönliche Identifikationsnummer (PIN) für das Onlinebanking, das Telefonbanking, den Geldautomaten oder die Kreditkarte gehört nicht ins Portmonee, sollte nicht offen auf dem Schreibtisch liegen oder für jedermann zugänglich sein. Auch auf dem PC haben die PIN nichts verloren. Halten Sie diese Nummern am besten unter Verschluss, damit niemand auf Ihren Namen agieren kann.

• Gleiches gilt für die TAN-Liste, mit der einzelne Transaktionen legitimiert werden. Auch sie sollte sicher aufbewahrt werden.

• Achten Sie darauf, dass am Geldautomaten niemand zusehen kann, wie Sie Ihre PIN eingeben. Tipp der Banken: Eine Hand über das Zahlenfeld halten.

• Beim Onlinebanking immer nachsehen, ob ein https in der Adresszeile steht und ein kleines Vorhängeschloss am Bildrand erscheint. Dadurch wird angezeigt, dass die Daten verschlüsselt übertragen werden.

• Tippen Sie die Adresse der Bank jedes Mal von Hand ein, statt sie über die Favoriten oder Lesezeichen aufzurufen. Auf keinen Fall sollten Links in E-Mails angeklickt werden, die vermeintlich auf die Seite der Bank führen. Dabei handelt es sich in der Regel um Phishing-Mails, mit denen Kriminelle in den Besitz ihrer Zugangsdaten gelangen wollen.

• E-Mail von der Bank, in denen gebeten wird, eine Transaktion erneut zu bestätigen, einfach ignorieren. Auf keinen Fall einen der Links anklicken und Daten eingeben. Im Zweifelsfall rufen Sie Ihre Bank an und fragen, ob es mit einer Überweisung oder Lastschrift Probleme gegeben hat.

• Wenn es zu Abweichungen beim gewohnten Ablauf des Onlinebanking kommt, keine weiteren Daten eingeben und die Bank informieren. Das ist meistens ein Zeichen dafür, dass man auf eine gefälschte Seite geleitet wurde. In der Folge müssen das Passwort oder die PIN umgehend geändert werden.

• Loggen Sie sich nach Möglichkeit nur vom eigenen Rechner aus in das Onlinebanking-Portal der Bank ein. Sie können nie sicher sein, dass ihre Aktivitäten auf einem öffentlichen Rechner wie beispielsweise in einem Internetcafé nicht aufgezeichnet werden – etwa durch Viren.

• Sorgen Sie dafür, dass Ihr Antiviren-Programm und die Firewall immer auf dem neuesten Stand sind.

Diese Tipps sollen keine Angst machen. Es sind lediglich Sicherheitshinweise, die sehr leicht umzusetzen sind und nur dem eigenen Schutz dienen .

Worauf sollte man bei der Auswahl eines Girokontos achten?

Banken übertrumpfen sich gegenseitig mit der Werbung für Girokonten. Dabei offenbart ein Blick in die Produktbroschüren oder auf die Internetseiten die wahre Vielfalt. Es gibt nicht nur Konten unterschiedlicher Banken, sondern auch verschiedene Girokonten bei ein- und derselben Bank. Da fällt die Entscheidung schwer. Leichter wird es, wenn man bei der Suche nach dem passenden Konto ein paar Kriterien berücksichtigt. Hilfreich ist auch, vorab das eigene Nutzungsverhalten zu analysieren. Welche Leistungen benötige ich? Worauf lege ich Wert? Wie erledige ich meine Bankgeschäfte? Brauche ich eine Kreditkarte oder ein Tagesgeldkonto? Das sind einige der Fragen, die man sich im Vorfeld stellen sollte. Ebenso wichtig sind folgende Punkte:

Kosten:
Inzwischen wird ein Girokonto auch kostenlos angeboten. Hier gilt es, genau darauf zu achten, unter welchen Voraussetzungen das Konto kostenlos ist. Vielfach wird ein Mindestgeldeingang vorausgesetzt oder muss zumindest ein Gehalt verbucht werden. Welcher Betrag dabei erreicht werden muss, ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Die Spanne reicht etwa von 750 bis 1.250 Euro. Darüber hinaus gibt es auch Konten, die ohne wenn und aber kostenlos geführt werden. Erfüllt man die Bedingungen für ein gebührenfreies Girokonto nicht, muss man mit rund drei bis sieben Euro monatlich für die Kontoführung rechnen, teilweise abhängig davon, wie das Konto genutzt wird.

Zugang:
Wer sich mit dem Internet auskennt, dem reicht es vollkommen, wenn er sein Konto online führen kann. Dabei ist es auch für Laien problemlos möglich, sich beim Onlinebanking zurechtzufinden. Wem es allerdings wichtig ist, auch Aufträge per Telefon, Brief oder Fax erteilen zu können, oder wer sich nicht zutraut, seine Bankgeschäfte ausschließlich über das Internet abzuwickeln, sollte darauf achten, dass mehrere Zugangsmöglichkeiten geboten werden und ob diese kostenlos sind.

Leistung:
Girokonten werden teilweise nur im Paket angeboten, mit einer Kreditkarte, einem Depot und einem Tagesgeldkonto. Sind die zusätzlichen Leistungen kostenlos, spricht nichts gegen ein solches Kombipaket. Anderenfalls, wenn man beispielsweise kein Depot wünscht oder benötigt, sollte man sich nach einer Alternative umsehen. Wichtig ist das vor allem bei der Kreditkarte, die häufig mit dem Girokonto verknüpft ist. Hier muss genau darauf geachtet werden, ob sie dauerhaft oder nur im ersten Jahr kostenlos ist.

Service:
Viele Kunden setzen nach wie vor auf persönlichen Service. Bei der Hausbank übernimmt das der Berater am Schalter. Diese Möglichkeit können Direktbanken nicht bieten. Hier kommt es vielmehr darauf an, wie man Kontakt zur Bank aufnehmen kann, um Fragen zu stellen oder Probleme zu klären. Eine Servicehotline sollte die Bank auf jeden Fall haben, im besten Fall kostenlos oder zumindest mit einer normalen Ortsvorwahl.

Rechtliches zum Girokonten

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für ein Girokonto gibt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) in den Paragraphen 676f bis 676h vor. Generell gilt: Kunden dürfen ihr Girokonto jederzeit kündigen, ohne dabei eine Frist einhalten oder einen Grund nennen zu müssen. Gebühren darf die Bank für diesen Schritt nicht in Rechnung stellen. Auch dann nicht, wenn sie selbst das Geschäftsverhältnis mit ihrem Kunden aufkündigt. Wenn Jugendliche bzw. Minderjährige ein Girokonto eröffnen möchten, ist dafür die Zustimmung der Erziehungsberechtigten nötig.

Geregelt werden über das BGB die „vertragstypischen Pflichten beim Girovertrag“, der „Missbrauch von Zahlungskarten“ und auch der „Gutschriftanspruch des Kunden“. Die Bank ist verpflichtet, einen Überweisungsbetrag „innerhalb der vereinbarten Frist, bei Fehlen einer Fristvereinbarung innerhalb eines Bankgeschäftstags nach dem Tag, an dem der Betrag dem Kreditinstitut gutgeschrieben wurde, gutzuschreiben“. (§ 676g Abs.1).

Als Kontokorrentkonto, sprich einem Konto, bei dem ein tägliches Saldo zugunsten der Bank oder des Kunden ermittelt wird, greift bei einem Girokonto zusätzlich Paragraph 355 des Handelsgesetzbuches .

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