Zinseszins

Zinseszins und monatliche Gutschriften

Zinseszins und monatliche Gutschrift

Jeder, der Geld anlegt, ob auf einem Tagesgeldkonto oder auf einem Sparbuch, möchte zumindest einen kleinen Gewinn, sprich eine Rendite erzielen. Dieser Erlös ergibt sich bei den meisten Investments aus dem Zinssatz. Dabei wird immer wieder auf den so genannten Zinseszins und die Bedeutung des Gutschriftenrhythmus hingewiesen. Doch was hat es damit auf sich und welche Rolle spielt eine monatliche, vierteljährliche und jährliche Gutschrift der Zinsen?

Der Zinseszins steht für die Zinsen, die auf bereits erzielte Zinsgewinne gezahlt werden. Als Beispiel soll hier Tagesgeld mit einer jährlicher Verzinsung und einem Zinssatz von 4,0 Prozent dienen. Ein Anlagebetrag von 10.000 Euro bringt bei dieser Konstellation nach einem Jahr 400 Euro Zinsen. Verbleiben die Zinsen auf dem Tagesgeldkonto, werden im zweiten Jahr 10.400 Euro verzinst. Daraus ergeben sich eine Zinsgutschrift von 416 Euro und ein Kontostand von 10.816 Euro. 16 Euro davon sind die Zinseszinsen, also 4,0 Prozent von 400 Euro. Dieses Beispiel bezieht sich auf eine jährliche Gutschrift der Zinsen. Bei einem monatlichen Turnus werden die Zinsgewinne wesentlich öfter berücksichtigt und ergibt sich damit ein besserer Zinseszinseffekt.

In unserem Beispiel stehen bei einer monatlichen Gutschrift der Zinsen nach einem Jahr 10.407,42 Euro unter dem Strich, 7,42 Euro mehr als bei der jährlichen Verzinsung. Zur Berechnung dient folgende Formel:

Zinseszins

Kapital nach n Jahren =


Kapital nach einem Jahr bei monatlicher Zinsgutschrift =

Es zeigt sich also, dass bei der Wahl der Anlagemöglichkeit nicht ausschließlich auf den Zinssatz, sondern auch auf den Turnus der Verzinsung geachtet werden sollte .

Berechnung des Zinseszinses

Um sich ein Bild davon machen zu können, was eine Anlage nach Ablauf von mehreren Jahren für einen Ertrag erwirtschaftet hat, muss man den Taschenrechner bemühen und den Zinseszins ermitteln. Dabei kommt es in erster Linie darauf an, ob die Zinsen monatlich, vierteljährlich oder nur jährlich gutschrieben werden. Das folgende Beispiel soll zum einen zeigen, wie das Ergebnis anhand von Formeln berechnet wird, zum anderen, wie sich ein engerer Zinsturnus finanziell bemerkbar macht.

Der Anlagebetrag in diesem Beispiel sind 5.000 Euro. Der Zinssatz beträgt über die gesamte Laufzeit von fünf Jahren 4,0 Prozent pro Jahr. Die erste Berechnung bezieht sich auf eine jährliche Gutschrift der Zinsen:

Kapital nach n Jahren bei jährlicher Zinsgutschrift =




Kapital nach 5 Jahren bei jährlicher Zinsgutschrift =




Die nächste Formel greift bei allen Anlagen, die mehrmals im Jahr verzinst werden – also monatlich oder quartalsweise. Bei der quartalsweisen Verzinsung muss mit vier und bei der jährlichen Verzinsung mit zwölf Zinsgutschriften gerechnet werden.

Kapital nach n Jahren bei mehreren Zinsgutschriften pro Jahr =




Kapital nach 5 Jahren bei monatlicher Zinsgutschrift =

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